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Das Famicom (von "Family Computer") ist der japanische Name der Videospielkonsole von Nintendo, die bei uns und in den USA als NES (Nintendo Entertainment System) mit anderem Gehäuse veröffentlicht wurde.
Die Konsole wurde 1983 entwickelt und bis 1994 produziert. In den USA belebte das NES die Videospielszene nach dem großen Crash von 1983, bei dem der von Atari dominierte Markt aufgrund mangelhafter Spiele rasend schnell zusammenbrach. Ironischerweise fragte Nintendo zunächst Atari, ob diese nicht das NES in den USA vermarkten wollten, was Atari jedoch ablehnte.
Nintendo erreichte mit dem NES in den USA schließlich eine Art Fast-Monopol mit Marktanteilen von über 95%. Dazu trug auch Nintendos restriktive Lizenzpolitik bei. Spielefirmen, die Spiele für das NES entwickeln wollten, mussten die Spiele von Nintendo zertifizieren (Nintento Seal of Quality) und produzieren lassen, wobei Nintento bestimmte, wie viele Exemplare des jeweiligen Spiels produziert werden sollten. Außerdem durften die Entwickler für konkurrierende Videospielkonsolen keine Spiele entwickeln.
Nachfolger des Famicom ist das Super Famicom (deutsch und englisch Super NES), welches aufgrund technischer Probleme bei der Entwicklung erst 1990 verkauft werden konnte, nachdem SEGA auch auf dem amerikanischen Markt mit dem SEGA Genesis (japanischer und deutscher Name: SEGA Mega Drive) Nintento Marktanteile abluchste. Das Super NES war aufgrund oben erwähnter Entwicklungsschwierigkeiten nicht abwärtskompatibel zum NES. In den USA bekam das SNES wieder ein eckiges, dunkelgraues Gehäuse, in Europa wurde das japanische Gehäuse verwendet.
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