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Sailor Moon DVDs in Deutschland

Lange haben wir in Deutschland darauf gewartet, immer wieder gab es Rückschläge. Nun aber hat Kazé angekündigt, die komplette Sailor Moon Animeserie in Deutschland auf DVD zu veröffentlichen. Die Veröffentlichung soll voraussichtlich im Winter 2013/2014 starten, Details zur Ausstattung sind noch... [mehr]

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Der vierte Lesertreff bei EMA

Die Lesertreffprotokolle werden von mir (Christian) geschrieben und sind eigentlich für die Veröffentlichung im EMA-Diskussionsforum gedacht. Daher gibt es öfters Anspielungen auf Forenmitglieder, die man als Uneingeweihter vielleicht nicht ganz versteht.
Die wichtigsten Personen sind jedoch efwe = Georg F.W. Tempel (EMA-Verlagsleiter), das'A' = Helene Hecke, Redakteurin für Naru Taru, Kenshin, Ranma 1/2 und mehr, sowie das*O* = Steffen Hautog, Redakteur für Oh! My Goddess, Kamikaze Kaito Jeanne, Blame und mehr.

ACHTUNG: Das Protokoll wurde im Februar 2002 geschrieben! Daher können bestimmte Angaben inzwischen überholt sein!

Berlin und Potsdam am 22. Februar 2002. Wer am Morgen aus dem Fenster schaute, konnte sich des überwältigenden Anblicks nicht erwehren, der sich ihm dort bot. Eine dicke, weiße und stetig wachsende Schneeschicht bedeckte Häuser, Bäume, Autos und einen kleinen Hasen, der sich den Weg durch den Wetterumschwung bahnte und nebenher unflätig schimpfte, und zwar auf Mutter Natur, Jörg Kachelmann und nicht zuletzt Frau Holle, die anscheinend sämtliche Bettdecken der Nachbarschaft geklaut hatte, um mit Hilfe ihres altersinduzierten Tatters einen mittleren Blizzard auf die Bundeshauptstadt niederzuschütteln. Wer jemals erlebt hat, wie die S-Bahn deswegen extralangsam fährt, um nur ja keine unschuldige Schneeflocke auf den Gleisen zu überfahren, mag meinen Unmut verstehen.
Grund für den Ausflug in die neusibirische Landschaft war der vierte Lesertreff bei EMA, der die Leute hier wohl mehr interessiert als etwaige Abenteuer des Hasen auf dem Weg dahin. Fast schon schade. *sniff*

Andererseits aber auch nicht, denn eben dieser Hase fand sich kurz vor 15 Uhr im EMA-Hauptquartier ein und hatte dementsprechend keine Zeit mehr, andere Abenteuer zu erleben. Nachdem die meisten anderen auch eingetroffen waren, ging es wieder durch die nun schon altbekannten Korridore in das verglaste Konferenzzimmer, wo wir uns sogleich um das Wichtigste kümmerten: unser leibliches Wohl. Wehrlose Glasmantelgeschosse wurden geköpft, um ihren Inhalt in bereitgestellte Gläser zu ergießen, während Pio die von ihr wieder mit viel Liebe zubereitete Torte schlachtete. An dieser Stelle noch ein riesiges Kompliment an Pio: Die Torte war echt superlecker!

Übrigens kamen dann nach und nach noch weitere Teilnehmer hinzu, so dass die Lesermenge von den EMA-Angestellten efwe/Georg Tempel, das*O*/Steffen Hautog, das'A'/Helene Hecke, Sandra Solf (Produktmanagerin) und Bernd Klötzer (Magazin-Redaktion) in Schach gehalten wurde.

Da wir also durch das Ausstopfen mit Torte zu träge geworden waren, um irgendwie gefährlich zu wirken, begann endlich die Fragerei:

Schuber:
Zunächst wurde gefragt, wie wir denn den KKJ-Schuber finden würden. Da wir alle noch nicht zu den Begünstigten gehörten, die eines dieser edlen Teile je in Aktion gesehen hatten, wurde schleunigst ein befülltes Exemplar herbeigeschafft und herumgereicht. Dabei muss ich sagen, dass ich zuerst nicht von Schubern begeistert war (siehe das letzte Protokoll...), aber angesichts des fertigen Produkts doch positiv beeindruckt war, auch deswegen, weil ein derartiges Behältnis einen idealen Ersatz für eine von mir dringend benötigte Buchstütze darstellt. Insofern nominiere ich den KKJ-Schuber schonmal für den Titel des "Manga-Papp-Container des Jahres" und bin gespannt auf die Schuber zu "Card Captor Sakura" und "Wedding Peach". Natürlich kam dabei auch die Verkaufspolitik zur Sprache, wobei wir uns nicht wirklich einigen konnten, ob ein Einzelverkauf des Schubers für 5 Euro oder eine Abgabe nur mit der Erstauflage des 7. KKJ-Bandes praktikablere Lösungen darstellen als die jetzige Praxis.

Limitierungen:
Womit wir beim Thema Limitierungen wären, denn das wäre die Abgabe mit Erstauflage ja. Wirklich limitiert ist allerdings bis jetzt nur die Auflage der Hardcover-Version von "Ghost in the Shell 2 - Manmachine Interface", und zwar auf 1111 Exemplare. Da hier zu erwarten ist, dass diese schnell vergriffen sein wird, empfiehlt sich das Vorbestellen und Beten, um eines der edlen Prachtstücke zu bekommen. Der Vollständigkeit halber nenne ich hier noch mal die Ausstattung: Hardcover-Einband, Mauspad, 6 der 8 zensierten Seiten. Wie immer freut die Limitierung vor allem diejenigen, die ihre Sammlung mit diesem Werk veredeln können, die anderen werden sich wohl grummelnd bei Ebay auf die Lauer legen.

Neue Serien:
Da nun das aktuelle Programm sich langsam aber sicher dem Ende nähert, war es natürlich auch Zeit für einen Rückblick auf die Serien, die seit Oktober starteten. Sehr gut aufgenommen wurde (bekanntlich nicht nur von uns) Kenshin. Fushigi Yuugi, Weiß Kreuz und Conan wussten auch durchaus zu begeistern, wenngleich sie in unserer Runde weniger Leser hatten (so zumindest mein Eindruck). Die Gundam-Serien haben wohl doch einige Makel in den Augen der Leserschaft: Der Gundam 0079 Manga ist in einem recht altmodischen Stil gezeichnet, und die Story des Gundam Wing Manga kann anscheinend mit der des Anime nicht ganz mithalten.

Das kommende Programm:
Danach wurde wieder einmal (schon zum dritten Mal) das kommende Programm behandelt und auf die korrekte Zielgruppenbreite abgeklopft: "Ist genug Shojo drin? Ich glaub nicht..." "Marie & Elie, Pitaten, Dream Saga, außerdem laufen ja noch CCS und Fushigi Yuugi, nicht zu vergessen in der Manga Power..." "Okay, vergesst meine Frage".
Auch die Leute, die nicht zur "Ich liebe große Augen"-Fraktion gehören, werden gut bedient, ein gewisser Höhepunkt kreativer Verstümmelung in "Shamo" dürfte so manchem wohlige Schauer des Schreckens über den Rücken laufen lassen. (Ich liebe es, die Leute mit vagen Andeutungen auf die Folter zu spannen!) Dass mit Love Hina, Crayon Shin-chan, Great Teacher Onizuka, Inu Yasha und weiteren Serien auch der Rest der Mangagemeinde auf ihre Kosten kommen dürfte, kann man wohl mit Fug und Recht behaupten. Das große Thema für EMA in diesem Jahr stellt jedoch ohne Zweifel die Manga Power dar.

Dennoch sollte man nicht vergessen, dass ab Oktober wieder ein neues Programm gelten wird. Und da kann man sich nicht nur auf den "Saber Marionette J"-Manga freuen, der ohne Zen-Philosophie wahrscheinlich schon vor zwei Jahren hätte kommen können (wer die Anspielung nicht versteht, lese bitte das Protokoll zum 2. Lesertreff). Voraussichtlich wird in diesem Programm EMA seinen ersten Titel mit Schutzumschlag herausbringen, einen vollfarbigen Shonen-Ai-Manga. Auch Lumen Lunae und Kodomo no Omocha werden in diesem Programm starten, allerdings nicht mit Schutzumschlag.

Schutzumschläge:
Zum Thema Schutzumschläge konnte man sagen, dass wir eigentlich (fast) alle diese Dinger beim Lesen unpraktisch finden. Das einzige Argument für Schutzumschläge sind die netten kleinen Illustrationen, die manchmal auf den Innenseiten der Umschläge das Auge des Betrachters erfreuen und bei deutschen Veröffentlichungen zumeist unterschlagen werden. Dennoch werden aufgrund des höheren Preises und des geringen Nutzens Schutzumschläge die absolute Ausnahme bei EMA bleiben und keine längeren Serien damit ausgestattet werden.

Animes:
Zum Thema Animes gibt es nicht viel Neues, da die Weiß Kreuz DVDs bekanntlich noch nicht auf dem Markt sind. In der Diskussion ging es im Wesentlichen darum, wie sehr ausländische DVDs (insbesondere nicht lizenzierte Kopien aus China) die Absatzmöglichkeiten für hierzulande produzierte Anime-DVDs beeinflussen, da der Markt in Deutschland noch sehr klein ist und die für einheimische Anime-Firmen üblichen Verkaufszahlen bisher extrem gering sind.

Website:
Wobei wir beim nächsten Dauerthema wären: der neuen EMA-Webseite. Der neue Termin für den Start ist nun im April. Wie im Forum schon verlautet wurde, werden und wurden dafür viele neue Texte geschrieben, um diese Seite zu einer echten Informationsquelle zu machen. Außerdem wird an vielen Kleinigkeiten noch gefeilt, um das Surfen auf dieser Seite so angenehm wie möglich zu gestalten.
Auf der Webseite wird es ebenfalls einen FanArt-Bereich geben. Der Vorteil zur FanArt-Ecke in der Manga Power wird sein, dass hier die Kunstwerke auch farbig sein und mehr Leute ihre Bilder bewundern können.

Manga Power:
Dass die Entscheidung, ob Serien der Manga Power später als Taschenbuch erscheinen, von der Resonanz der Leser abhängig gemacht wird, soll hier nur am Rande erwähnt werden. Genauere Ausführungen zum Prozedere finden sich bereits im Protokoll zum 3. Lesertreff.
Dazu noch eine Anmerkung: Sollte sich der Abdruck des Katzen-Mangas "What's Michael"in der Manga Power nicht positiv auf die Verkaufszahlen der schon erschienenen Bände auswirken, werden wohl keine weiteren Ausgaben aufgelegt. Deswegen tu ich hier auch mal etwas für mich und rufe alle Forenmitglieder auf, sich jeweils mindestens zwanzig Bände von "What's Michael?" zu kaufen, um die Einstellung eines meiner Lieblingsmangas zu verhindern.

Neue Projekte?!
Wenn die Entscheidung, was noch in Deutschland herauskommen sollte, nicht von Verlagsmitarbeitern bestimmt werden würde, hätten die Veröffentlichungslisten frappierende Ähnlichkeit mit den Inhaltsverzeichnissen von AnimaniA und MangasZene. Jeden Monat wird EMA kurz nach Erscheinen dieser Magazine von Anfragen überschüttet, diesen und jenen besprochenen Manga zu veröffentlichen. (Wahrscheinlich teilen die anderen Verlage dieses Schicksal.) Erstaunlich, wenn man sich vor Augen führt, wie wenig die meisten dieser Schreiber überhaupt von dem Manga wissen.
Ein Titel, von dem die Leute anscheinend noch immer wenig wissen, obwohl er nicht nur als Manga, sondern auch als TV-Serie nach Deutschland kommt, ist Crayon Shin-chan. EMA wird nicht nur den Manga veröffentlichen, auch ein Magazin mit dem Animecomic ist in Planung. Dieses wird jedoch einige Monate nach dem TV-Start in die Kiosks kommen. Gespannt darf man wohl auf die redaktionellen Seiten und eventuelle Gimmicks sein, denn ein rotzfrecher Bengel wie Shin-chan wird kaum mit ultrasüßen Horoskopen und Glasperlen präsentiert werden.

Sonstiges?!
Im Laufe des Jahres wird EMA auch diverse Änderungen durchführen, die die gesamte Leserschaft betreffen. Die monatliche Erscheinungsweise wird langsam abgeschafft, lediglich Kenshin und (eventuell bei einem TV-Erfolg) Conan könnten Ausnahmen bilden.

Des weiteren werden die "krummen" Preise geändert. Aus 4,99 Euro werden dann 5,- Euro. Damit trägt EMA den Wünschen der Händler Rechnung, die es ihrer Bequemlichkeit abträglich empfinden, Wechselgeld herausgeben zu müssen (und es vorher natürlich kiloweise zu bunkern).

Zum Schluss diskutierten wir, inwiefern der Markt am Ende des Jahres mit nunmehr drei Mangamagazinen (Banzai!, Manga Power und Carlsens Shojo-Magazin) gesättigt sein wird. Obwohl es mit den beiden Magazinen von Carlsen und der Manga Power bereits drei Magazine geben wird, hält EMA sich die Möglichkeit offen, ein viertes Magazin am Markt zu etablieren.

Mit diesen Zukunftsaussichten gewappnet, packten wir schließlich alles zusammen und stiefelten einträchtig noch einmal in die heiligen EMA-Hallen, um noch schnell einen Blick auf die Preise zu werfen, die es in den ersten beiden Ausgaben der Manga Power zu gewinnen geben wird. Und eines könnt ihr wissen: wir sind neidisch auf die zukünftigen Gewinner.
Nach dieser Konfrontation mit menschlichen Grundinstinkten fiel es uns natürlich noch schwerer, Abschied zu nehmen, dennoch taten wir es mit dem Gefühl, den Tag dank der Gastfreundschaft der EMA-Leute sinnvoll und vor allem schön verbracht zu haben.
Vielen Dank von uns allen!

Christian

Verfasst am 1.9.2006

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