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Sailor Moon DVDs in Deutschland

Lange haben wir in Deutschland darauf gewartet, immer wieder gab es Rückschläge. Nun aber hat Kazé angekündigt, die komplette Sailor Moon Animeserie in Deutschland auf DVD zu veröffentlichen. Die Veröffentlichung soll voraussichtlich im Winter 2013/2014 starten, Details zur Ausstattung sind noch... [mehr]

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Die Lust am Sammeln, der Trading Card Wahnsinn

Der Unterschied zwischen Homo Collector und Homo Sapiens

Für Manche sind sie nichts weiter als eine Art kleinen Kindern das Geld aus der Tasche zu ziehen – für Andere eine echte Leidenschaft.
Egal ob man als Kind die beliebten Sammelsticker diverser Serien verfallen war oder nicht, die Sammelwut kann jeden treffen! Was klingt wie eine neue Version einer tödlichen Krankheit hatte die Vielzahl der Anime- und Manga Fans bereits einmal in ihren Händen: schlicht und einfach Sammelkarten.
Ob nun die, dank Presse und diverse Artikel, als Abzocke verschrieenen Yu-Gi-Oh Trading und Game Cards oder der teurere Import aus Japan – sie alle verstehen es die menschliche Lust auf Sammeln und Vervollständigen zu befriedigen. Und das dies nicht unbedingt ausschließlich positiv zu sehen ist dürfte allen klar sein...
Doch was kann man im Zusammenhang mit einem simplen Sammelspaß als negativ betrachten?! Betrachten wie einmal die Seite der Skeptiker:
Als Erstes wäre da der schon erwähnte, typisch primatische, Drang zur Komplettierung einer Sammlung, Manchen mag der Gedanke schlicht lächerlich erscheinen sich für ein paar Kartonkärtchen zu verschulden – andere, schon fast abhängige, Fans aber überziehen regelmäßig ihre Konten um ihre Finger an genau DIE Karte zu bekommen die ihnen noch fehlt – das Mami und Papi das NICHT als eine lohnende Investition ansehen überrascht vermutlich nicht im Geringsten.
Im Großen und Ganzen ist es also ein altbekanntes Problem das auch allen anderen Hobbys angeschrieben werden kann; allzu oft werden diese Vorurteile aber mit unserem, der Leidenschaft für japanische Comics und Animation – sprich eine Spaßfördernden, lebendigen Kunst, in Verbindung gebracht. Seit dem großen Boom, der nun schon einige Jahre anzuhalten scheint, finden sich mit fast gespenstischer Regelmäßigkeit äußerst unangenehme Artikel in Magazinen und Fernsehen. So verrückt es klingt: seit dem Yu-Gi-Oh bei uns Einzug hielt sind gerade Sammelkarten in das Blickfeld der Moralapostel gerückt.
Verführen sie doch die „einfältige“ Jugend nur allzu gern Papas hart erarbeitetes Geld aus dem Fenster zu schmeißen und sich gegenseitig an allen Ecken und Enden zu betrügen („Kinder-Dealer“ nannte man das in einem Artikel mal).
Als ein Sammelkarten-Händler kostenlos Yu-Gi-Oh Booster verteilte sprang die Presse ebenfalls an, es wäre schließlich möglich das die Kiddies sich ernstlich verletzen...
Sicher kann man es nicht als besonders positiv ansehen das Kinder und Jugendliche ihren letzten Groschen aus dem Fenster schmeißen aber man sollte auch bedenken woher das gezeigte Verhalten kommt:
Nicht zuletzt sind es nämlich die großen Vorbilder die uns teilweise zu dem machen was wir sind: Eltern, Lehrer und Idole. Freunde gehören nur bei dem berüchtigten „Gruppenzwang“ zu den Beieinflussenden aber auch dieses Verhalten muss ja einen Auslöser haben.
Aber genug zu den negativen Seiten und der boshaften Vorliebe der Autorin über den Rest der Welt zu lästern, gehen wir über zu dem was die Herzen aller Sammler höher schlagen lässt:
Das Positive an der Sammelwut!
(Sollte dieser Artikel je in die Hände eines Zweiflers fallen wird man mich vermutlich für die folgenden Zeilen in eine geschlossene Anstalt einweisen lassen, ihr wisst also wo ihr mich finden könnt!)
Befriedigung lautet eines der Zauberwörter im Zusammenhang mit Sammeln jeglicher Art.
Ob nun Ü-Ei Figuren, Fossilien, Briefmarken oder Manga, wir alle wollen diesen Trieb befriedigen – „ich muss das jetzt haben“ kommt nicht zuletzt auch beim Schuhkauf vor, nicht war werte Geschlechtsgenossinnen?!
Ein weiterer Punkt ist das Glück das man spürt wenn man ein Päckchen aus dem Postkasten rupft und weiß das sich darin die lang erwartete Kuriosität befinden – es ist schon fast wie eine Art Drogenrausch was man in diesen Sekunden und Minuten empfindet, und wenn man ehrlich ist: das ist es auch! Nicht nur das das Objekt der Begierde zur Droge wird, nein der Körper schüttet auch die gleichen Glückshormone aus!
Wobei man sich nun einmal fragen sollte was gesundheitlich betrachtet besser ist: Kokain oder Trading Cards ~_^
Da wir aber wiedermal von der Schiene der Vernunft, und nicht zuletzt dem Titel des Artikels, abgewichen sind sollten wir schleunigst zu den bunten Kartonkärtchen zurückkehren und uns ansehen was wir damit überhaupt meinen:
Wir haben nun genug über die Rastlose Jagd und den Sammelinstinkt gehört um dieses Kapitel zu überspringen – kommen wir zu dem anderen Warum:
Warum gibt es überhaupt Trading Cards!?
Um kleinen Kindern das Geld aus der Tasche zu ziehen.
Um Fans die Chance zu geben mehr Geld in ihre Lieblinge zu stecken.
Schlicht und ergreifend aus dem selben Grund aus dem es Mangas gibt: Unterhaltung und Wirtschaft! Es unterhält sie Sammelnden und kurbelt die Wirtschaftlichkeit der Produzenten an, genauso wie es überall im Leben ist.
Der eine kauft und wird mehr oder weniger Glücklich – der andere macht Geld und hat demnach mehr, dass er ausgeben kann um wieder mehr zu produzieren und wieder mehr Geld einzunehmen. (Während die anderen wieder kaufen und so weiter.)
Trading Cards gibt es schon sehr lange, sobald man erkannte das die Menschen Geld dafür ausgeben etwas zu Sammeln und zu Besitzen wusste man was zu tun war.
Heute ist es schon fast ein Wunder alte und rare Karten zu finden OHNE dafür die eigenen (oder die anderer...) Organe zu versteigern.
Dementsprechend eifersüchtig hüten die stolzen Mamas und Papas ihre kleinen Schätze!
Was manchmal auch heißt jede einzelne Karte zu scannen und allen Lieblingen, nach Serie bibliothekarisch geordnet, eine eigene Website zu widmen. Ob nun als Nachschlagewerk gedacht oder einfach nur erstellt weil sie hübsch anzusehen sind – solche Seiten sind eine wirklich „angenehme“ Lösung zu sehen was man selber nicht hat und noch kaufen könnte.
Alle Genres werden abgedeckt, Yaoi, Shojo, Shounen: Serien wie „Saiyuki“, „Chobits“ und diverse Yaoi Serien und Games bestehen aus Sets die teilweise in die Hunderte gehen.
Eine solche Serie, inklusive aller Sonderkarten (die jede Serie natürlich hat) und den „BoxCards“ (ein oder zwei Karten die NUR in einer kompletten Verkaufsbox zu finden sind – diese kleinen, bunten Kistchen aus denen man die einzelnen Packs fischt) zu besitzen ist der Traum eines jeden Sammlers.
Und sollte es eine Karte wagen zu fehlen und nicht auffindbar zu sein bedeutet das nur eines: Ebay wird neue Startseite! Und zwar COM nicht DE!
Das typische Format einer solchen Karte unterscheidet sich nicht von denen der altbekannten Magic Karten – alles Uni-Format und leicht in billig zu kriegenden, eigenen Folien zu sammeln. (Wobei sich billig manchmal eher auf Qualität der Folien als auf den Kaufpreis beziehen, aber was tut man nicht alles...) Allerdings gibt es auch Ausnahmen: so sind die „Hikaru no Go“ Cards knapp doppelt so groß als ihre „normalen“ Geschwister, der Vorteil eines solchen Formates ist schlicht und ergreifend die Bildgröße. Vom Nachteil braucht man im Anbetracht auf die Unterbringung der Karten kaum zu reden: in standardisierte Folien passen sie leider nicht.
Als Abschluss eines Artikels, der am Ende DOCH wieder teilweise vom eigentlichen Thema abweicht, bleibt noch zu sagen das jede Sache, egal ob „normal“ oder „ausgeflippt“ immer zwei Seiten hat die man bedenken und einplanen sollte. (Das die Autorin dieses Artikels ganz dringend eine Karte aus dem „Yami no Matsuei“ Trading Card Set von „movic“ – nämlich die Nr. 63, sucht lassen wir mal ungesagt...) Was allerdings nicht heißen soll das man sich den Spaß gleich ganz sparen sollte – aus eigener Erfahrung gesprochen: manche Karten kann man immer noch wunderbar verkaufen wenn man sie selber nicht mehr will, der Verlust hält sich hier als „ausnahmsweise“ in Grenzen. ^_^

Naoe Ney (die jetzt erst mal wieder Karten scannen und über die Menschheit herziehen muss, ist schließlich Sonntag!)

Ney

Verfasst am 1.8.2006

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